7 Biomarker, die du regelmäßig prüfen solltest
Laborwerte sind keine Garantie für Gesundheit. Aber sie sind das Beste, was wir haben, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Diese sieben Biomarker bilden ein solides Grundprofil für alle, die ihre Gesundheit datenbasiert begleiten wollen.
1. HbA1c (Langzeit-Blutzucker)
Warum wichtig: Frühindikator für Insulinresistenz und Diabetes Typ 2
< 5,5 %
HbA1c gilt als einer der aussagekräftigsten Einzelwerte. Er ist unabhängig von Tageszeit und letzter Mahlzeit – anders als der Nüchternblutzucker, der Schwankungen unterliegt.
2. hsCRP (hochsensitives C-reaktives Protein)
Warum wichtig: Chronische Entzündung ist mit vorzeitigem Altern assoziiert
< 1,0 mg/L
Nicht mit dem „normalen“ CRP verwechseln. Das hochsensitive hsCRP misst auch niedrigschwellige Entzündungsprozesse, die bei einem Standard-CRP unter dem Radar bleiben.
3. Vitamin D (25-Hydroxyvitamin D)
Warum wichtig: Mangel betrifft ~60 % der Deutschen im Winter
40–60 ng/mL
Vitamin D beeinflusst über 200 Gene. Ein Mangel ist mit erhöhtem Risiko für Infekte, Knochenabbau und Stimmungsschwankungen assoziiert. Supplementierung im Winter ist in Mitteleuropa laut vielen Ärzten sinnvoll.
4. Lipidprofil (LDL, HDL, Triglyceride)
Warum wichtig: Herzerkrankungen sind Todesursache Nr. 1 in Deutschland
< 100 mg/dL
Wer es genauer wissen will, kann zusätzlich ApoB (Apolipoprotein B) bestimmen lassen – ein genauerer Marker für atherosklerotisches Risiko als das Gesamt-LDL. Wird aber selten von der Kasse übernommen.
5. TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon)
Warum wichtig: Schilddrüse steuert Stoffwechsel, Energie und Gewicht
0,5–2,5 mU/L
Schilddrüsenprobleme sind häufiger als gedacht – besonders bei Frauen über 40. Müdigkeit, Gewichtszunahme und Kälteempfindlichkeit können Hinweise sein.
6. Ferritin (Eisenspeicher)
Warum wichtig: Sowohl Mangel als auch Überschuss sind problematisch
40–100 ng/mL
Zu wenig Ferritin führt zu Müdigkeit und Leistungsabfall. Zu viel (Hämochromatose) kann Organe schädigen. Beide Extreme sind gut behandelbar, wenn man sie kennt.
7. Lp(a) (Lipoprotein(a))
Warum wichtig: ~20 % der Bevölkerung haben erhöhte Werte
< 30 mg/dL
Lp(a) ist zu ~90 % genetisch bestimmt und lässt sich durch Lebensstil kaum beeinflussen. Trotzdem – oder gerade deswegen – ist es wichtig, den eigenen Wert zu kennen. Bei erhöhtem Lp(a) können andere Risikofaktoren umso konsequenter adressiert werden.
Fordere beim nächsten Arztbesuch gezielt diese Werte an. HbA1c, hsCRP, Vitamin D, Lipidprofil und TSH werden meist von der Kasse übernommen. Ferritin und Lp(a) kosten als Selbstzahler zusammen etwa 30–50 € – eine sinnvolle Investition.
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