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7 Biomarker, die du regelmäßig prüfen solltest

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7 Biomarker, die du regelmäßig prüfen solltest

Laborwerte sind keine Garantie für Gesundheit. Aber sie sind das Beste, was wir haben, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Diese sieben Biomarker bilden ein solides Grundprofil für alle, die ihre Gesundheit datenbasiert begleiten wollen.

Hinweis: Referenzbereiche können je nach Labor variieren. Die hier genannten Werte dienen der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Befundung.

1. HbA1c (Langzeit-Blutzucker)

Was er misst: Durchschnittlicher Blutzucker der letzten 8–12 Wochen
Warum wichtig: Frühindikator für Insulinresistenz und Diabetes Typ 2
Optimal
< 5,5 %

HbA1c gilt als einer der aussagekräftigsten Einzelwerte. Er ist unabhängig von Tageszeit und letzter Mahlzeit – anders als der Nüchternblutzucker, der Schwankungen unterliegt.

2. hsCRP (hochsensitives C-reaktives Protein)

Was er misst: Systemische Entzündung im Körper
Warum wichtig: Chronische Entzündung ist mit vorzeitigem Altern assoziiert
Optimal
< 1,0 mg/L

Nicht mit dem „normalen“ CRP verwechseln. Das hochsensitive hsCRP misst auch niedrigschwellige Entzündungsprozesse, die bei einem Standard-CRP unter dem Radar bleiben.

3. Vitamin D (25-Hydroxyvitamin D)

Was er misst: Vitamin-D-Status im Blut
Warum wichtig: Mangel betrifft ~60 % der Deutschen im Winter
Optimal
40–60 ng/mL

Vitamin D beeinflusst über 200 Gene. Ein Mangel ist mit erhöhtem Risiko für Infekte, Knochenabbau und Stimmungsschwankungen assoziiert. Supplementierung im Winter ist in Mitteleuropa laut vielen Ärzten sinnvoll.

4. Lipidprofil (LDL, HDL, Triglyceride)

Was es misst: Blutfettwerte und kardiovaskuläres Risiko
Warum wichtig: Herzerkrankungen sind Todesursache Nr. 1 in Deutschland
LDL optimal
< 100 mg/dL

Wer es genauer wissen will, kann zusätzlich ApoB (Apolipoprotein B) bestimmen lassen – ein genauerer Marker für atherosklerotisches Risiko als das Gesamt-LDL. Wird aber selten von der Kasse übernommen.

5. TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon)

Was er misst: Schilddrüsenfunktion
Warum wichtig: Schilddrüse steuert Stoffwechsel, Energie und Gewicht
Optimal
0,5–2,5 mU/L

Schilddrüsenprobleme sind häufiger als gedacht – besonders bei Frauen über 40. Müdigkeit, Gewichtszunahme und Kälteempfindlichkeit können Hinweise sein.

6. Ferritin (Eisenspeicher)

Was er misst: Eisenvorräte im Körper
Warum wichtig: Sowohl Mangel als auch Überschuss sind problematisch
Optimal
40–100 ng/mL

Zu wenig Ferritin führt zu Müdigkeit und Leistungsabfall. Zu viel (Hämochromatose) kann Organe schädigen. Beide Extreme sind gut behandelbar, wenn man sie kennt.

7. Lp(a) (Lipoprotein(a))

Was er misst: Genetisch bedingtes kardiovaskuläres Risiko
Warum wichtig: ~20 % der Bevölkerung haben erhöhte Werte
Optimal
< 30 mg/dL

Lp(a) ist zu ~90 % genetisch bestimmt und lässt sich durch Lebensstil kaum beeinflussen. Trotzdem – oder gerade deswegen – ist es wichtig, den eigenen Wert zu kennen. Bei erhöhtem Lp(a) können andere Risikofaktoren umso konsequenter adressiert werden.

Einmal reicht: Lp(a) ist genetisch fixiert. Ein einziger Test im Leben genügt – der Wert ändert sich nicht.
Nächster Bluttest planen

Fordere beim nächsten Arztbesuch gezielt diese Werte an. HbA1c, hsCRP, Vitamin D, Lipidprofil und TSH werden meist von der Kasse übernommen. Ferritin und Lp(a) kosten als Selbstzahler zusammen etwa 30–50 € – eine sinnvolle Investition.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche oder ernährungswissenschaftliche Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen sprich geplante Änderungen an Training oder Ernährung mit deinem Arzt ab.
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